Aktuelle Gewerbepreise – was Käufer realistisch erwarten dürfen
Gewerbe-Kaufpreise hängen von vielen Variablen ab
Gewerbeimmobilien werden nicht nach Quadratmeter-Pauschale gehandelt, sondern nach Cashflow, Lage, ESG-Klasse und Mieterstruktur. Zwei Objekte gleicher Größe in derselben Stadt können um Faktor drei auseinanderliegen — weil das eine voll vermietet mit Bestandsmieten und Indexierung läuft, das andere mit Leerstand und Modernisierungsstau angeboten wird.
Wir nutzen für unsere Preiseinschätzungen reale Abschlussdaten der letzten 12 bis 24 Monate in Garmisch-Partenkirchen und Umgebung — nicht Inseratspreise, die meist deutlich über dem Realisierten liegen.
Preisbänder nach Objektart
| Objektart | Werttreiber | Renditebandbreite |
|---|---|---|
| **Büro** | Energieklasse, Bestandsmieten, ESG | 3 bis 6 Prozent |
| **Praxis** | KV-Tauglichkeit, Lage | 4 bis 6 Prozent |
| **Ladenlokal** | Lagestufe, Frequenz | 3 bis 7 Prozent |
| **Gastronomie** | Konzept, Standortcharakter | 5 bis 8 Prozent |
| **Hotel** | Auslastung, Marken-Anbindung | 4 bis 7 Prozent |
| **Halle / Logistik** | Autobahnnähe, Toranzahl | 4 bis 8 Prozent |
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Warum Inseratspreise irreführen
- Inseratspreise sind Forderungen, keine Abschlüsse — zwischen beiden liegen oft 10 bis 25 Prozent.
- Schwer vermietbare Objekte stehen lange in den Portalen und drücken den Marktcharakter.
- Top-Objekte sind oft gar nicht inseriert — sie wechseln off-market.
- Mieterstruktur ist im Inserat selten transparent — aber wertbestimmend.
- Renditeangaben in Inseraten rechnen oft mit Bestandsmieten, die nicht marktgerecht sind.
Was unsere Preis-Einschätzung kann
Wir geben Ihnen vor jedem Angebot eine fundierte Markt-Einschätzung: ist der Angebotspreis fair, oder ist Verhandlungsraum drin? Welche Schwächen drücken den Wert? Welche Stärken rechtfertigen Aufschlag? Damit gehen Sie in die Verhandlung mit Argumenten, nicht mit Bauchgefühl.